UrbanWall

Immer mehr urbane Displays gewinnen in der Zukunft an Bedeutung. Im gemeinsamen Dialog mit Außenwerbern, Architekten und Stadtplanern möchten wir ein neuartiges Bürgermedium konzipieren.

Große Screens in urbanen Räumen sind nicht neu, aber ihre Verbreitung nimmt stark zu. Die bereits etablierten Screens in DB- und U-Bahnhöfen bieten einen Mix aus Nachrichten, Sport, Wetterinformationen und Cartoons zwischen den Werbeblöcken, um beachtet zu werden. Die zunehmend aufkommenden digitalen Anzeigeflächen in unseren Städten werden oftmals als reine Werbeprojektionsflächen konzipiert und an stark frequentierten Straßen positioniert, um möglichst hohe Kontaktwerte auszuweisen.

Mit Extrajetzt® Public Playing wollen wir zu einem Umdenken zur Nutzung urbaner Screens anregen. Damit diese mittelfristig kein Schattendasein fristen, muss das Publikum aktiviert und mit einbezogen werden. In Kombination mit anderen Medien ergeben sich viele bisher ungenutzte Chancen. Mit dem persönlichen und allzeit verfügbaren Mobiltelefon eröffnet sich beispielsweise ein Interaktionskanal und der Betrachter kann zum Benutzer werden. Die Installation von großen Screens auf öffentlichen Plätzen der Stadt kann für die Bewohner einen Mehrwert für das soziale Leben bedeuten.

Federation Square in Melbourne

Gemeinsam erleben vor dem Großbildschirm am Federation Square in Melbourne

Im Oktober 2008 hatten wir die Gelegenheit das 65m² Display auf dem Federation Square im Melbourne während des UrbanScreens Festival mit Public Playing zu bespielen. Der Fedsquare kommt unserer Vision eines öffentlichen Platzes der Zukunft sehr nah und Public Playing hat reichlich Spaß bereitet, siehe dazu Case Study Urban Screens Festival.

Die folgenden Bausteine bilden die Basis für das Konzept:

Umgebung

Die unmittelbare Umgebung der Screens spielt eine entscheidende Rolle. Sie sollte Passanten durch einen besonderen Flair zum Verweilen einladen und beispielsweise mit Grünanlagen und Sitzmöglichkeiten, geringem Autoverkehr, Cafes und Bars und freiem Internetzugang über WLAN anziehen. Die Screens können dann auch ideal für das Public Viewing von Großereignissen genutzt werden.

Plattform und Vernetzung

Eine Plattform für die urbanen Screens im Internet soll den Nutzern die Möglichkeit geben einen Teil des Programmes selbst zu organisieren und zu gestalten. Urbane Communities wie Skateboarder, Hundebesitzer und sonstige Interessengruppen und Vereine können sich auf der Plattform registrieren. Die Communities können sich auf eigenen Profilseiten präsentieren, miteinander diskutieren und das Programm für das nächste Treffen abstimmen. Eigene Inhalte (Bilder, Videos und Texte) der Community können in das Programm einfließen.

Content

Interaktive Angebote bieten Entertainment und ermöglichen ein Kennenlernen auf spielerische Art und Weise im oftmals durch Anonymität geprägten öffentlichen Raum. Für die Erstellung interaktiver Programminhalte müssen wir die Nutzer in den Mittelpunkt stellen und ihre Anforderungen und Bedürfnisse umfassend verstehen.

Communities

Die urbanen Communities können sich mit Hilfe der Plattform lokal organisieren und einen Teil ihrer Aktivitäten öffentlich mit dem Screen in der Stadt präsentieren. Die kulturelle Vielfalt einer Stadt wird abgebildet und beinflussbar. Beispielsweise kann sich die lokale Skateboard Community zu einem Treffen vor dem Screen über die Internetplattform verabreden. Auf dem Screen werden Fotos und Videos des letzten Monats angezeigt und mit passender Musik hinterlegt. Die Community verbringt die Zeit miteinander und ist zugleich Anlaufstelle für Anfänger und Interessierte.

Werbung und Sponsoren

Finanzierung und Betrieb von Screens und Internetplattform sind auch mit diesem konzeptuellen Ansatz sicher nicht ohne werbungtreibende Unternehmen realisierbar. Die Vorteile für Werbungtreibende, in Abgrenzung zu den reichweitenstarken Screens an Straßen und Bahnhöfen, sehen wir in der hohen Akzeptanz und dem öffentlichen Interesse, die ein solches Bürgermedium erreichen kann und der immersiven Nutzung durch Communities und Interessierte.